Argumente für eine Umgehungsstraße mit einer Autobahnanbindung

Bei der Diskussion über das Für und Wider der AS 20 ist bisher ein bestimmter, wichtiger Aspekt zu kurz gekommen ist.

Der Straßenverkehr durch Ellerau hat aus verschiedenen Gründen in letzter Zeit deutlich zugenommen. Das geht zu Lasten der Wohnqualität der hier lebenden Menschen. Eine Verringerung des Straßenverkehrs wäre äußerst wünschenswert.

Eine Entlastung vom Durchgangsverkehr darf von einer neuen Verbindung zwischen A7 und B4 nördlich von Ellerau durchaus erwartet werden. Sie hätte die Funktion einer nördlichen Umgehung des Ortes und läge in der zuletzt in der Presse gezeigten Variante auch nicht störend nah an bestehender Wohnbebauung. Der von Norden her jetzt noch zur AS 21 gerichtete Durchgangsverkehr könnte dann über die AS 20 abfließen, und auch viele Ellerauer Autofahrer hätten einen bequemeren Weg zur Autobahn. Das Nadelöhr Berliner Damm / Bahnstraße wäre entlastet. Die schweren Tiefbau-LKW auf dem Weg von und nach Springhirsch sowie Mautvermeider könnten aus dem Ort ferngehalten werden. Es ist den Gemeindevertretern sicherlich nicht entgangen, wie rissig die Fahrbahndecke des Berliner Damms nur wenige Jahre nach der Erneuerung schon wieder ist.

Die Autobahnzufahrt zur AS 20, gleichbedeutend mit einer nördlichen Umgehung, bringt Ellerau eigentlich nur Vorteile. Wer den Bau dennoch verhindern oder verzögern will, muss dafür qualifizierte Zahlen zum bestehenden und zu erwartenden Verkehrsaufkommen haben. Die Zustimmung für den Zubringer zu verknüpfen mit der Forderung, den Bahnübergang Ellerau durch einen Tunnel zu ersetzen, ist aufgrund der hohen Kosten abwegig. Zudem würde dadurch der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke erschwert werden.

Ich habe den Eindruck, dass immer mehr Ellerauer der Meinung sind, dass dieser Zubringer aber gar nicht so schlecht wäre. Man sollte ihn nicht ablehnen, sondern die Bemühungen darauf konzentrieren, einen optimalen Verlauf zu bekommen.

Autor: Dietmar Jodies