Ausblick 2013 – Quo Vadis Ellerau

Der Jahreswechsel ist wie immer eine Gelegenheit, über die unveränderbare Vergangenheit nachzudenken und erwartungsvoll auf das kommende Jahr zu blicken. Politisch startet 2013 mit einem Kommunalwahlkampf und den „üblichen“ Versprechen und populistischen Forderungen. Um Visionen zu realisieren oder Wünsche zu erfüllen bedarf es keiner Parolen sondern umsetzbare Konzepte. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ meinte schon Erich Kästner.

Herausforderungen erkennen

Ellerau muss sich der größten Herausforderung der nächsten Jahre, dem demografischen Wandel, stellen. Unabhängig davon muss versucht werden das Verkehrsproblem am Ortseingang zu lösen und die Gemeindestraßen instandzusetzen. Der Anteil der Erwerbstätigen wird in näherer Zukunft stark zurück gehen. Damit sinkt in Folge die Einnahme der Gemeinde aus dem Einkommenssteueranteil entsprechend ab und die Infrastruktur schwächelt.

Konsequenzen ziehen, Lösungen aufzeigen

Dem kann zu einem durch das Erhalten der intakten Infrastruktur, wie z.B. der Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen, Verkehrsanbindung usw., entgegen gewirkt werden. Und zum anderen mit dem Schaffen eines „Wohlfühlfaktors“, also etwas was über die reine Daseinsvorsorge hinaus geht.

„Wohlfühlfaktor“ bedeutet ein umfangreiches Angebot für Freizeit und Hobby. In Ellerau soll man sich wohlfühlen und dazu bedarf es eines Ausbaues und dem Vorhalten

  • einer ganztägigen Kinderbetreuung ab dem zweitem Lebensjahr,
  • eines Kulturangebotes wie z.B. eine Bücherei und eine Volkshochschule,
  • einer Möglichkeit Sport auch in Hallen zu betreiben,
  • eines Freibades und eines Erholungs- / Bürgerparks
  • sowie die aktive Unterstützung von Sport- und anderen ortsansässigen Vereinen.

Zukunft gestalten

Mit einem „Wohlfühlfaktor“ erringen wir einen wesentlichen Standortvorteil und können damit im Wettbewerb um Erwerbstätige punkten. Denn ein Mehr an Erwerbstätigen bedeutet einen höheren Einkommenssteueranteil und ein Mitarbeiterpotenzial für ansiedlungswillige Gewerbebetriebe, die wiederum Gewerbesteuer in die Gemeindekasse zahlen. Mit einer mittels „Wohlfühlfaktor“ aufgefüllten Gemeindekasse lässt sich dann der „Wohlfühlfaktor“ stärken und die Infrastruktur verbessen sowie die Initiative zum Bau einer weiteren Sporthalle unterstützen.

Autor: Hans Bihl