Bürgerentscheid am 5. März 2006

Zum Bürgerentscheid am 5. März 2006: Etliche Ellerauer haben noch nicht den großen Unterschied zwischen dem Verschmelzen zweier Gemeinden und dem Zusammenlegen zweier Verwaltungen erkannt. Bei der Zusammenlegung der Verwaltungen bleibt die Eigenständigkeit jeder Gemeinde jedoch vollständig erhalten. Die neu gebildete Verwaltung für Ellerau führt nur anderes Siegel, satt „Gemeinde Ellerau – Der Bürgermeister“ z.B. „Amt Kaltenkirchen-Land – Der Amtsvorsteher“, mehr nicht!

Elleraus Bürgervorsteher Bernd Exler (links) und Innenminister Dr. Stegner (rechts) während der Einwohnerversammlung am 23.02.2006

Elleraus Bürgervorsteher Bernd Exler (links) und Innenminister Dr. Stegner (rechts) während der Einwohnerversammlung am 23.02.2006

„Die Reform gilt für das ganze Land – auch für Ellerau“

Die Verwaltungsstrukturreform bewegt viele Bürgerinnen und Bürger in unserem Dorf, nicht nur die häufig erwähnten kommunalen Mandatsträger, die angeblich nur ihren Job gesichert sehen wollen. Einwohner, die mit ihrer Gemeinde eine eigene Identität verbinden, die sich ehrenamtlich in Vereinen engagieren, die vor Ort ihre Kinder in die dörfliche Grundschule schicken. Sie haben Angst davor, dass ihre Gemeinde verschwindet. Diese Ängste sind unbegründet, denn auch die Landesregierung will ja keine Gebietsreformen.

Die Landesregierung verfolgt die Verwaltungsstrukturreform konsequent und kompromisslos.

Hintergrund: Im März wird der Landtag beschließen, dass Ämter und Gemeinden mit weniger als 8.000 Einwohnern keine hauptamtliche Verwaltung mehr haben dürfen. Die Ellerauer Verwaltung mit 5.417 Bürgern muss sich mit einer größeren Verwaltung in der Nachbarschaft (Norderstedt, Henstedt-Ulzburg oder Quickborn) zusammenschließen. Außerdem würde sich nicht viel ändern, da nur ein Teil der Verwaltung einem anderen Amt zugeordnet würde. Die täglichen Belange werden weiterhin durch ein Bürgerbüro erledigt.

Der Bürgerentscheid als Willensbekundung wird nur ein Meinungsbild widerspiegeln ohne Einfuß auf die Landespolitik.

Mit der Reform wird ein großes Ziel verfolgt: Wir dürfen nicht wachsende Schuldenberge (Ellerau Stand 31.12.2005 15,4 Mio. Euro) und explodierende Zinslasten vererben. Wir brauchen leistungsstarke und kostengünstige Verwaltungen. Damit wird die Doppelarbeit vermieden und die Bürokratie abgebaut. Die bisherigen Strukturen im Land sind zu teuer und angesichts leerer Kassen auch nicht mehr in der Lage den wachsenden Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.

Nutzen wir die Chance auf freiwilliger Basis um eine gute tragfähige Lösung für Ellerau zu finden. Stellen wir uns dieser Aufgabe!

Autor: Peter Groth