Bürgermeister/in dringend gesucht

EllerauAlle Zukunft ist, wie auch die Zusammensetzung der nächsten Gemeindevertretung, ungewiss. Sicher ist dagegen aber, dass Bürgermeister Urban erklärter-maßen für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung steht.

Anlass genug, den von allen Fraktionen einvernehmlich im Nachgang der Kommunalwahl 2013 vereinbarten Übergang zu einer hauptamtlichen Leitung der Gemeinde jetzt umzusetzen.

Vor seiner Wiederwahl zum Bürgermeister begründete Eckart Urban (SPD) u.a. die angestrebte Hauptamtlichkeit in einem Interview mit dem Quickborner Tageblatt vom 13. Juni 2013 unter der Überschrift:

„Urban: Den Weg sorgfältig vorbereiten / Auch die Ellerauer SPD will für die Gemeinde wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister“.

“Angesichts der zeitlichen und fachtechnischen Anforderungen, die dieses Ehrenamt in einer Gemeinde mit etwa 6000 Einwohnern mit sich bringt, werde es zukünftig jedoch kaum noch möglich sein, geeignete Bewerberinnen oder Bewerber* zu finden“. (*in der Gemeindevertretung) …

… „Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Gleichwohl ist dies eine wichtige Aufgabe für die neue Gemeindevertretung in der nun beginnenden Amtszeit. Die SPD ist der Meinung, dass dieser Weg begonnen werden sollte“.

Gesucht wird daher eine Persönlichkeit, die von der Bevölkerung zum/zur hauptamtlichen Bürger-meister/in gewählt werden kann. Sonst wird wieder ein von der Gemeindevertretung gewählte/r Gemeindevertreter/in  zum/zur  ehrenamtlichen Bürgermeister/in.

Im Übrigen sind die Aufgaben und Kompetenzen für beide gleich.

Jetzt, wo es höchste Zeit ist, den Übergang zur Hauptamtlichkeit umzusetzen, blockiert jedoch die SPD-Fraktion federführend das weitere Verfahren. Der vorgeschobene Grund: Ein Hauptamtlicher belastet die Gemeinde erheblich mehr als ein Ehrenamtlicher. Das stimmt so nicht, denn die Belastung der Gemeinde ist in beiden Fällen etwa gleich.

Erstaunlich, wozu einige Politiker fähig sind, um an entsprechende Positionen zu kommen. Da würden offenbar flugs politische Überzeugungen über Bord geworfen. Rückgrat sieht anders aus

Auf einen weiteren Glücksfall „Urban“, der auf eine Verdienstausfall-Entschädigung verzichtet, kann man seriöser Weise nicht setzen. Wie heißt es doch: „Mit des Glückes Mächten ist kein ewig Bund zu flechten“.

Und einen „Urban 2.0“ kann ich leider nirgends erkennen, denn nur wollen reicht nicht. Man muss es auch können, intellektuell und zeitlich.

Autor: Hans Bihl