Der „???“-Gedächtnisturm – Der 26 m hohe Blockheizkraftwerksschornstein

Elleraus Lebensqualität besteht in der Überschaubarkeit mit dörflichen Charakter im Grünen. Wären da nicht die Kommunalpolitiker gewesen, die mit ihren Entscheidungen das Dorfbild mit dem Bau eines Hochhauses und eines Rathauses an der Gemeindegrenze veränderten. Nun bekommt die Landgemeinde ein neues „Wahrzeichen“ in Form eines freitragenden Schornsteins für das Blockheizkraftwerk der Biogasanlage am Schwimmbad.

Blockheizkraftwerksschornstein vom Parkplatz des Freibad aus

Blockheizkraftwerksschornstein vom Parkplatz des Freibad aus

Das Blockheizkraftwerk soll das neue Wohngebiet an der Königsberger Straße und das Wasser im Freibad zu heizen. Mehr als 26 Meter ragt der Schornstein in die Höhe. Damit werden die gesetzlichen Bestimmungen und Auflagen für Immission und Emission erfüllt.

Das BürgerForum Ellerau stimmte dem Bau einer Biogasanlage nicht zu, da bei der Abstimmung im Gemeinderat im Juni 2006 kein finanzielles und technisches Konzept vorlag und die Gemeinde als Betreiber auftreten sollte.

Das wirtschaftliche Risiko trägt somit allein die Gemeinde. Mit der Gründung der Kommunalbetriebe Ellerau als Anstalt des öffentlichen Rechts (KBE) wurden die Betriebszweige Wärmeversorgung durch Biogas, Wasserversorgung, Freibad, Schmutzwasserentsorgung, Regenwasserentsorgung und der Bauhof in die Verantwortung dieses Betriebes überführt. Ein Vorstand und ein Verwaltungsrat aus der Politik bestimmen nun mehr den Geschäftskurs.

Das so ein hoher Schornstein errichtet werden muss, haben die „kompetenten“ Fachleute der Aktives-Ellerau-Fraktion (vormals CDU), des Bürgervereins und der SPD offensichtlich im Verwaltungsrat übersehen. Das ganze Landschaftsbild wird mit diesem Schornstein verschandelt und die Anwohner in der Königsberger Straße sind sinksauer über das Bauwerk und fürchten die Emissionen. Die Verantwortlichen der Kommunalen Betriebe Elleraus (Bürgermeister Thormählen als Vorstand und B. Exler als Vorsitzender des Verwaltungsrats) haben es versäumt die Bürger/innen als Partner im Vorfeld aufzuklären. Die Krumbek-Gemeinde wird nun von drei markanten Wahrzeichen des „architektonischen Fortschritts“ geprägt.

Autor: Peter Groth