Ergebnis des Bürgerentscheides vom 5. März 2006

Der Ellerauer Bürgerentscheid vom 5. März 2006, der von der Bedeutung her nur eine Meinungsumfrage war, ist Geschichte. Die Wahlbeteiligung betrug 42,5 Prozent. Das Ergebnis: 38,5 Prozent aller Wahlberechtigten haben für die Beibehaltung einer eigenen hauptamtlichen Verwaltung mit einem eigenem hauptamtlichem Bürgermeister für die Gemeinde Ellerau gestimmt und nur 4,0 Prozent dagegen.

Das Quickborner Tageblatt vom 08.03.2006 berichtete über das Ergebnis des Bürgerentscheides unter der Überschrift „Jetzt Landtag umstimmen“ unter anderem:

Und Bürgermeister Torsten Thormählen (parteilos) legt noch einen drauf: „Ich habe recherchiert und bin der Frage nachgegangen, ob in Schleswig-Holstein je eine solch hohe Beteiligung im Zuge eines Bürgerentscheids erreicht wurde.“ Er wurde nicht fündig.

Ich möchte der Recherche des Bürgermeisters doch noch zu einem Ergebnis verhelfen und auf die beiden Ellerauer Bürgerentscheide des Jahres 1997, bei denen die Bürger tatsächlich etwas entscheiden konnten und entschieden haben, verweisen. Offenbar hat der „berauschende“ Abstimmungserfolg dem Bürgermeister den Blick auf das Nahe liegende verwehrt. Die Wahlbeteiligung am 19.01.1997 zum Bürgerentscheid über die Einführung einer Baumschutzsatzung in Ellerau war mit von 46,7 Prozent deutlich besser als die Wahlbeteiligung am 05.03.2006. (Das Ergebnis damals: 41,25 Prozent aller Wahlberechtigten hatten gegen einen satzungsmäßigen Schutz der Bäume gestimmt und nur 5,45 Prozent dafür.) Die Wahlbeteiligung am 15.06.1997 zum Bürgerentscheid über die Errichtung eines Rathausneubaues am Ortseingang fiel dagegen mit 38,8 Prozent geringer aus. (Das Ergebnis damals: 23,9 Prozent aller Wahlberechtigten hatten gegen einen Rathausneubau am Ortseingang gestimmt und 14,9 Prozent dafür.)