Fragen und Antworten zur geplanten Biogasanlage in Ellerau

Biogasanlage – Bald auch in Ellerau?

In der Gemeinde Ellerau soll in Verbindung mit der Fernwärmeversorgung des Bebauungsplanes Nr. 22 (Plangebiet zwischen Hochhaus und Bürgerpark) eine Biogas-Erzeugungsanlage an der Alvesloher Straße errichtet werden.

Eine solche Biogasanlage ist aus energiewirtschaftlicher und ökologischer Sicht sehr wünschenswert. Denn eine solche Biogasanlage trägt zur Verminderung der Abhängigkeit von importierten Energieträgern bei.

Die geplante Biogasanlage soll Fernwärmelieferant für das geplante Wohnprojekt hinter dem Hochhaus, die Tennishalle, das Schwimmbad und das Bürgerhaus werden. Zusätzlich wird die mittels eines Gasmotors erzeugte elektrische Energie in das allgemeine Versorgungsnetz zu einem durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) garantierten Verkaufspreises von 17,9 Cent pro Kilowattstunde eingespeist.

Um die Befürchtungen der Anwohner bezüglich der Auswirkungen einer Biogasanlage in ihrer Nachbarschaft zu zerstreuen und um die Realisierung des Projektes „Bioenergie in Ellerau“ nicht unnötig zu erschweren, hat die Gemeindevertretung Ellerau auf ihrer Sitzung am 23. März 2006 die ihr schriftlich gestellten drei Fragen beantwortet.

1. Frage: Was für eine Geruchsentwicklung ist im Umfeld der Anlage zu erwarten und führt es besonders im Sommer zu einer Geruchsbelästigung?

Antwort der Gemeinde:
Die erwartete Geruchsentwicklung entspricht voraussichtlich der eines landwirtschaftlichen Betriebes. Eine Geruchsbelästigung wird daher nicht erwartet.

2. Frage: Mit was für einer Lärmentwicklung ist am Standort der Anlage zu rechnen und führt es in der Umgebung der Badeanstalt, dem geplanten Standort der Gasturbine, besonders des Nachts zu einer Lärmbelästigung?

Antwort der Gemeinde:
Der Gasmotor wird in einem festen Gebäude untergebracht. Bei der Errichtung dieses Gebäudes wird auf die Einhaltung der zulässigen Lärmwerte besonderes Augenmerk gelegt. Mit einer Lärmbelästigung ist daher nicht zu rechnen.

3. Frage: Wie groß ist das zu erwartende zusätzliche Verkehrsaufkommen, besonders das des Schwerlastverkehres, bei einem erwarteten Transportvolumen von ca. 21.000 Tonnen pro Jahr?

Antwort der Gemeinde:
Mit Schwerlastverkehr wird voraussichtlich nur während der Bauphase zu rechnen sein. Im Übrigen erfolgt die Anlieferung der Biomasse mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Eine zusätzliche Verkehrsbelastung ist dadurch nicht zu erwarten, weil die erforderlichen Ackerflächen auch derzeit abgeerntet werden. Lediglich beim Abtransport des ausgegorenen Substrates wird es zu zusätzlichen Verkehrsbewegungen kommen, die aber, weil sie über das Jahr verteilt erfolgen, keine wesentliche Bedeutung haben werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Biogasanlage im Außenbereich liegen wird und somit die Wege zu den landwirtschaftlichen Flächen kurz sind.