Gedanken zur Gewerbe(steuer)situation in Ellerau

Wie ist die derzeitige wirtschaftliche Situation in Ellerau?

Auch in Ellerau spiegelt sich die schwache Konjunktur wieder. Obwohl die Gewerbesteuerzahler von 48 auf 55 gestiegen sind, hat sich die Einnahmesituation nicht verbessert.

Wir hoffen, daß das laufende Jahr eine deutliche Belebung der Wirtschaft bringt. Ökonomen sehen die Konjunktur trotz der schwachen Zahlen auf dem Weg der Erholung und somit auch höhere Steuereinnahmen für unsere Gemeinde. Denn der Haushalt der Gemeinde Ellerau wird seit 1995 ständig durch Entnahmen aus der Rücklage ausgeglichen.

Was kann Ellerau tun, um neues Gewerbe ansiedeln zu können?

Ellerau steht mit anderen Gemeinden bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben in Konkurrenz.

Bedauerlicherweise hat die Gemeindevertretung eine Anregung vom 13.07.2000, die Planung eines direkten Anschlusses an die A 7 (Anschlussstelle 20) in Höhe des Ellerauer Gewerbegebiets „Bebauungsplan 18“ abgelehnt. Um die Standortbindungen zu verbessern und die Gewerbe(steuer)entwicklung langfristig zu sichern, ist ein Autobahnanschluss an dieser Stelle für das geplante Gewerbegebiet notwendig. Eine gute Erreichbarkeit macht das Gewerbegebiet für Betriebsansiedlungen und deren Kunden attraktiv. An der A 23 profitiert Halstenbek mit seiner Wohnmeile und an der A 7 Kaltenkirchen mit dem Dodenhof und Quickborn mit dem Harlenberg von den direkten Anbindungen an die Autobahn.

Die Großgemeinde Henstedt-Ulzburg plant in den nächsten Jahren einen neuen Ortsteil „Beckershof“ mit 1.000 Wohneinheiten. Da die Gemeinde Ellerau unmittelbar angrenzend über eine ungenutzte Gewerbefläche verfügt, bieten sich hier Möglichkeiten Gewerbe und großflächige Handelsgeschäfte anzusiedeln. Zur Stärkung der Finanzkraft der Gemeinde ist zügige Ansiedlung notwendig, denn ein gemeindlicher Gestaltungsspielraum ist aufgrund der geringen Steuereinnahmen und der angehäuften Schulden von 15,4 Mio. Euro (Stand: 31.12.2005) praktisch nicht mehr vorhanden.

Autor: Peter Groth